A380 mit beschädigtem Triebwerk soll nach Frankreich fliegen

Am 30. September 2017 bot sich den 497 Passagieren und 23 Besatzungsmitgliedern eines Air-France-Fluges über Grönland ein unerfreulicher Anblick. Nach einem Knall fehlte bei einem der vier Triebwerke des Airbus A380 der vordere Teil. Die erste Fan-Stufe und Teile der Verkleidung waren abgefallen (Foto). Die Besatzung entschloss sich zu einer außerplanmäßigen Landung in Goose Bay. Die ersten Untersuchungen des Triebwerks GP7200 vom Hersteller General Electrics haben die amerikanische Luftfahrtbehörde veranlasst, für alle Turbinen des selben Typs binnen zwei oder fünf Wochen – je nach bisheriger Betriebsdauer – eine Überprüfung zu fordern.
Zur eingehenden Untersuchung soll die Unglücksmaschine jetzt mit drei laufenden und dem defektem Triebwerk über den Atlantik nach Frankreich fliegen.  Dabei muss der Airbus aus Sicherheitsgründen immer in 240 Minuten Flugzeit einen Flughafen erreichen können. Dies gelingt auch, sollte ein weiteres Triebwerk ausfallen. Einige der verlorenen Teile wurden bereits im Schnee Grönlands gefunden und geborgen.
Foto: Französische Luftsicherheitsbehörde BEA