Luftverkehrsabgabe soll stärker sinken

Die Luftverkehrsabgabe soll im kommenden Jahr laut Regierungskreisen etwas stärker sinken als zunächst angedacht. Die entfernungsabhängigen Sätze werden statt um 5,52 Prozent voraussichtlich um jeweils 6,27 Prozent reduziert. Die umstrittene Luftverkehrsabgabe für Starts von deutschen Flughäfen soll im neuen Jahr etwas stärker sinken als zunächst angedacht. Die entfernungsabhängigen Sätze werden nach aktuellem Stand voraussichtlich um jeweils 6,27 Prozent reduziert, wie die Nachrichtenagentur dpa am Montag in Regierungskreisen erfuhr. Ab 1. Januar 2012 sollen im Inland und für Kurzstrecken statt bisher 8 Euro demnach 7,50 Euro fällig werden. Zu Mittelstreckenzielen wie Ägypten soll der Aufschlag von 25 Euro auf 23,43 Euro sinken, für entferntere Ziele von 45 Euro auf 42,18 Euro. Ein erster Entwurf vom Herbst hatte eine Reduzierung um jeweils 5,52 Prozent vorgesehen.

Hintergrund ist, dass die Fluggesellschaften von 2012 an in den Handel mit CO2-Verschmutzungszertifikaten in der EU einbezogen werden sollen. Als Ausgleich für diese Mehrkosten war bereits zur Einführung der Ticketsteuer Anfang 2011 festgelegt worden, dass die Steuersätze im Gegenzug entsprechend reduziert werden können. Auf diese Weise soll die Gesamtbelastung bei einer Milliarde Euro im Jahr begrenzt bleiben. Die Ticketsteuersätze ab 1. Januar sollen noch in diesem Jahr offiziell veröffentlicht werde