Bombardier verklagt Mitsubishi

Vor einem Gericht in Seattle in den USA hat der Regionaljet-Hersteller Bombardier seinen japanischen Konkurrenten Mitsubishi verklagt. In der am 19. Oktober 2018 vorgebrachten Beschuldigung bezichtigt Bombardier die japanische Firma, gezielt Mitarbeiter abgeworben zu haben, die mit ihrem Fachwissen in der Lage sind, die Verzögerungen im Programm der Mitsubishi MRJ (Foto) beheben zu können.
Es geht dabei immerhin um 92 Fälle, in denen über eine kanadische Arbeitsvermittlungsfirma Angestellte von Bombardier abgeworben wurden. Ein mit der Zertifizierung der Bombardier C-Serie befasster Mitarbeiter soll sogar schon vor seinem Ausscheiden bei Bombardier Informationen an Mitsubishi gegeben haben, die helfen sollten die japanische MRJ zu zertifizieren. Die Japaner sollen bei der Abwerbeaktion sogar große Plakate mit Jobangeboten auf Lastwagen montiert und diese vor dem Flugfeld von Bombardier geparkt haben. Mitsubishi bestreitet dagegen jede unlautere Aktion zur speziellen Abwerbung von Bombardier-Mitarbeitern.

Foto: Mitsubishi Aircraft