Boeing sieht Luftfahrt noch 10 Jahre in der Krise

Am 6. Oktober 2020 veröffentlichte der amerikanische Flugzeughersteller Boeing eine Studie über die voraussichtliche Entwicklung des Airliner- und Militär-Marktes in den nächsten zehn Jahren. Der Absatz militärischer Luftfahrt-Produkte verläuft nach Boeing ohne größere Einbußen. Die zivile Luftfahrt wird aber die Probleme, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind, nicht so schnell überwinden. Erst in zehn Jahren werden die Auswirkungen der Krise nicht mehr spürbar sein. Die Studie gibt einen Bedarf an 18 350 neuen Airliner für die nächste Dekade an, dies sind elf Prozent weniger als noch 2019 vorhergesagt. Jetzt fliegen im Linienverkehr 25 900 Flugzeuge. In der Vorausschau sollen im Jahr 2039 48 400 Maschinen eingesetzt werden. Dies entspricht einer jährlichen Steigerungsrate von vier Prozent.
Die Single-Aisle-Flugzeuge, wie etwa die Boeing 737 werden die Krise schneller überwinden, als die Großraumjets. Anfang 2020 war der Passagierverkehr auf unter zehn Prozent des normalen Wertes gefallen und erholt sich nur langsam. Boeing ist dabei Maßnahmen auf den Weg zu bringen, welche die Verluste dieser Krise eindämmen sollen und die Anfälligkeit gegen zukünftige ähnliche Krisen reduzieren sollen.

Foto: Boeing