Die Niederlande kaufen zusätzliche F-35 - die Türkei fliegt aus dem Programm

Die niederländischen Luftstreitkräfte hatten sich für die Lockheed Martin F-35 (Foto) entschieden. Nachdem erste Erfahrungen mit dem Stealthfighter vorliegen, ordern die Niederlande acht oder neun Maschinen nach. Diese ergänzen die bisherige Bestellung von 37 Flugzeugen. Entscheidend für die Zahl der neuen F-35 sei der Dollarkurs, so der Verteidigungsminister.
Keine F-35 wird dagegen die Türkei erhalten. Das Land hatte geplant, zwischen 100 und 120 Jets der fünften Generation zu kaufen. Gleichzeitig ist die Türkei als wichtiger Lieferant von Teilen für die F-35 in die Produktionskette von Lockheed Martin eingebunden. Ob die Türkei diese Teile liefert, muss abgewartet werden. Die USA stellten jetzt etwa 500 Millionen Euro bereit, um den möglichen Produktionsausfall türkischer Teile zu kompensieren. Die Türkei verdient mit der Produktion etwa 10,6 Milliarden Euro.
Auf der Luke Air Force Base in den USA sind derzeit vier türkische F-35 zur Schulung von türkischen Piloten eingesetzt. Nach der Entscheidung der US-Regierung, die Türkei aus dem F-35-Programm auszuschließen, müssen die türkischen Piloten und Techniker die USA verlassen. Anlass war die Lieferung von russischen Abwehrraketen des Typs S-400, dass in der Lage ist, die F-35 zu erfassen und zu bekämpfen.

Foto: Niederländische Luftstreitkräfte