Europa hat wenig Glück mit dem Mars

Zum zweiten Mal ist ein Test des Landeschirms der europäischen Marssonde Exomars 2020 fehlgeschlagen. Am 12. August 2019 gab die europäische Raumfahrtbehörde ESA bekannt, eine Woche zuvor habe der große Bremsschirm mit einem Durchmesser von 35 Metern Schäden beim Öffnen davongetragen (Foto von einem früheren Versuch). Im Mai 2019 hatten der kleinere Pilotschirm und der große Schirm schon nicht einwandfrei funktioniert. Die europäisch-russische Forschungssonde muss im Sommer 2020 starten, um wie geplant im März 2021 auf dem Mars zu landen. Dort soll ein Fahrzeug die Umgebung des Landers erkunden. Der letzte Versuch eine Sonde aus Europa auf dem Mars zu landen, war im Oktober 2016 an einer Überlastung des Bordcomputers gescheitert. Die Sonde Schiaparelli zerschellte auf der Oberfläche.
Europa hat bisher vier Marsmissionen durchgeführt und dabei die Hälfte (zwei) der Sonden verloren. Die Amerikaner haben eine Erfolgsquote von über Zweidritteln (16 von 23). Dabei ist auch der sonst erfahrene Weltraumpartner Russland nicht gerade ein Garant für einen Erfolg am Mars. Von den bisherigen 19 sowjetisch/russischen Marsmissionen kann nur eine einzige als erfolgreich gezählt werden.

Foto: ESA