Modifizierte Interkontinentalrakete Minotaur startet Satellit

Aus dem Waffenarsenal der USA genommene Interkontinentalraketen werden nach Umbau unter der Bezeichnung Minotaur für Forschungsflüge und Satellitenstarts eingesetzt. Am 26. August brachte eine Minotaur IV einen Aufklärungssatelliten des Verteidigungsministeriums ins All.
Die Minotaur IV besteht aus drei Feststoffmotoren der Nuklearrakete Peacekeeper und einer kommerziell hergestellten Oberstufe, ebenfalls mit festem Treibstoff. Der Start erfolgte vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral.
Die Peacekeeper flog erstmals 1983, wurde aber im Rahmen der Start-2-Verhandlungen mit Russland nicht in das Atomarsenal der USA übernommen. In den USA werden zur Zeit noch über 700 Feststoffmotoren ehemaliger Interkontinentalraketen gelagert. Die Umrüstung und die Starts der Minoraur erfolgt durch die eigens dafür gegründete Firma Orbital ATK. Die Minotaur darf aber, wegen ihrer militärischen Herkunft, nur von der Regierung benutzt werden. Genau darüber ist jetzt eine Debatte entbrannt. Weltweit wird an Billig-Trägerraketen gearbeitet und die amerikanische Industrie wäre mit den Minotaur-Raketen sofort konkurrenzfähig.

Foto: Orbital ATK