NASA-Budget: Erwartete Steigerung fällt aus

Trotz der optimistisch von Präsident Donald Trump geäußerten Weltraum-Pläne bleibt der erhoffte Anstieg der für die NASA bereitgestellten Geldmittel aus. Für das Finanzjahr 2019 wurden am 12. Februar 2018 19,9 Milliarden Dollar (etwa 16 Milliarden Euro) bereit gestellt. An diesem Tag verkündete der NASA-Chef Robert Lightfood: „Amerika wird den Weg zurück zum Mond anführen und den nächsten großen Sprung von dort machen, wo wir diesen ersten kleinen Schritt vor fast 50 Jahren gegangen sind.“
Analysten des Weltraumprogramms sehen dies weniger optimistisch. Nach den großen Ankündigungen von Präsident Trump hätte, wie nach der Verkündung des Mondprogramms durch Präsident Kennedy 1961 und des Projektes einer Raumstation durch Präsident Reagan 1984, eine spürbare Steigerung des NASA-Etats folgen müssen. Einige NASA-Pläne, wie die Asteroiden-Mission oder das Infrarot-Teleskop WFIRST wurden von der neuen Administration ganz gestrichen. Obwohl der Etat für 2019 gegenüber dem des Jahres zuvor etwas ansteigt, wird diese Höhe für die nächsten fünf Jahre festgeschrieben. Damit ergibt sich de facto eine Senkung des Etats im Vergleich zur Inflation. Präsident Trump setzt auch im Weltraum zusätzlich auf private Investoren. Die neue große Rakete der NASA, das Space Launch System (Grafik), wird wohl die finanzielle Kraft der Raumfahrtbehörde  fast vollständig beanspruchen.

Grafik: NASA