Neue Flügel sollen Kraftstoffverbrauch senken

Neben effektiveren Triebwerken ist die Senkung des Leergewichtes und des Luftwiderstandes von Flugzeugen ein Weg, die benötigte Energie für einen Flug zu senken. Bei heutigen Airliner heißt dies, dann wird weniger Kerosin verbrannt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat in Kooperation mit Partnern aus sechs Ländern an einem Modellflugzeug neuartige Flügel getestet.
Das Projekt Flexop verfolgt eine neue Bauweise von Tragflächen aus Verbundfasern, die das Gewicht spürbar senken sollen. Flügel sind heute so stabil gebaut, damit sie der Tendenz, in der Luftströmung aufschaukelnde Schwingungen („Flattern“) zu entwickeln, entgegenwirken. Die Versuche laufen darauf hinaus, einen Flügel so leicht wie möglich zu bauen und der Flatter-Neigung durch kleine, computergesteuerte Klappen an der Flügelhinterkante entgegenzuwirken.
Eine zweite Lösung wird mit dem aeroelastischen Flügel versucht. Dieser kann sich unter Last verbiegen und verwinden und so die Spannungen besser in seiner Struktur verteilen. Dabei soll das Gewicht des Flügels um etwa 20 Prozent niedriger liegen als bei herkömmlicher Konstruktion.
Das von der TU München entworfene Flugmodell durchläuft im November 2019 auf dem Flugplatz Oberpfaffenhofen eine Flugerprobung. Mit dreieinhalb Metern Länge und sieben Metern Spannweite wird das Modell durch eine Mini-Turbine angetrieben.

Foto: TU München / F. Vogl