Neuer Investor bringt Klein-Rakete wieder auf Kurs

Dem Markt für Klein-Raketen und Mini-Satelliten werden hohe Umsätze vorausgesagt. Eine von drei amerikanischen Firmen, die eine Startvereinbarung mit der NASA abschließen konnten, war Firefly Aerospace aus Texas. Die zweistufige Rakete Alpha (Grafik) befand sich im Herbst 2016 in der Entwicklung und die Triebwerke, von denen vier Stück die Erststufe antreiben, in der Erprobung. Da wurden wegen finanzieller Turbulenzen im September 2016 fast alle der 150 Angestellten entlassen und die Tätigkeit auf ein Minimum reduziert.
Einer der anfänglichen Geldgeber-Fonds hat die Firma im Frühjahr 2018 bei einer Auktion erworben und umstrukturiert. Tom Markusic, der Firmengründer und auch jetzige Chef von Firefly gab nun die weiteren Pläne bekannt. Die Entwicklung der zweistufigen Rakete Alpha wird weiter vorangetrieben. Durch seitliches Hinzufügen von zwei weiteren Erststufen entsteht später die Rakete Beta.
Die 29 m lange Alpha mit einem Durchmesser von 1,80 m wird durch Flüssigsauerstoff und Kerosin angetrieben. Die vier Triebwerke Reaver leisten jeweils 184 KiloNewton (fast 19 Tonnen) Schub. Damit kann die Alpha eine Nutzlast von 1000 kg in einen niedrigen Orbit befördern. Markusic ist zuversichtlich, dass der erste Start Ende 2019 erfolgen wird. Er sieht auch ein zukünftiges Geschäftsfeld in der Zulieferung von Triebwerken und Systemen für andere Raketenbauer.

Grafik: Firefly Aerospace