Rocket Lab startet US-Spionagesatelliten

Mit dem elften Flug der privaten Rakete Electron am 31. Januar 2020 wurde von Neuseeland aus ein amerikanischer Spionagesatellit in den Erdorbit gebracht (Foto). Das amerikanisch-neuseeländische Unternehmen ist ein Konsortium mehrerer Firmen unter Beteiligung von Lockheed Martin und entwickelt kleine Trägerraketen. Die Electron ist zweistufig, 17 Meter lang und hat eine Starmasse von 12 500 kg. Als Treibstoff werden Kerosin und Flüssigsauerstoff verwendet. Sie kann zwischen 150 und 220 kg in den Orbit bringen.
Die erste Stufe soll wiederverwendet werden. Anders als bei SpaceX oder Blue Origin landet die Stufe nicht mit Bremsschub auf festem Boden. Die Electron-Stufe steuert einen Punkt an, an dem ein Bergungs-Hubschrauber wartet. Sie wird an einem Fallschirm hängend in der Luft von diesem Hubschrauber aufgegriffen (eingeklinkte Grafik). Die Fallschirmöffnung – aber ohne Bergung – wurde beim zehnten Flug im Dezember 2019 erstmals erfolgreich getestet. Auch beim Flug am 31. Januar 2020 wurde die Fallschirmöffnung durchgeführt. Am Lenkschirm hängend, kann die Stufe auch manövrieren. Rocket Lab hat angekündigt, dass im Jahr 2020 erstmals eine komplette Bergung durchgeführt wird.

Foto/Grafik: Rockt Lab