Simulierte Triebwerks-Wartung bei Rolls-Royce

Zum Alltag von Piloten gehört es, Flugsituationen im Simulator zu üben und dort gefahrenlos Erfahrungen zu sammeln. Rolls-Royce geht jetzt einen Schritt weiter. Der Triebwerkshersteller gab bekannt, die Ausbildung und Schulung von Triebwerkstechnikern jetzt auch in der Virtuellen Realität durchzuführen. In einer Computerbrille wird dem Techniker ein Bild eingespielt, welches ihn in einem Hangar eine Gulfstream G650 zeigt. Beides ist natürlich nicht wirklich vorhanden. Das Triebwerk, ein Rolls-Royce BR725 kann jetzt vom Techniker Teil für Teil auseinandergenommen und später wieder zusammengesetzt werden. Dabei kann der Techniker jedes Teil von allen Seiten betrachten und auch ganz nahe herangehen, um Details zu untersuchen. Mit einem in der Hand gehaltenen Controller kann der Techniker die Ausrichtung des Teils steuern, mit der Bewegung seines Kopfes ändert er die Blickrichtung.
Seit März 2020 laufen die Vorversuche zur Schulung von Technikern. Eine typische virtuelle Triebwerksuntersuchung dauert 45 Minuten, gefolgt von einer Pause. Rolls-Royce möchte diese Schulung seinen Kunden anbieten, sie soll kostenlos sein.

Grafik: Rolls-Royce