Sonde näherte sich Objekt im Kuiper-Gürtel

Der Kuiper-Gürtel außerhalb der Pluto-Bahn ist eine  ringförmige Ansammlung von Millionen von Objekten aus Eis, die, wenn sie ins innere Sonnensystem gelangen, zu Kometen werden. Am 31. Dezember 2018 näherte sich die amerikanische Raumsonde New Horizons einem Kuiper-Objekt auf etwa 3500 Kilometer. Der Körper mit der Bezeichnung 2014 MU69, genannt Ultima Thule, zeigte sich auf dem ersten, noch groben Foto als längliche Form mit zwei Verdickungen. Vermutlich wird dies ein Doppelkörper sein, der aus der langsamen Anlagerung von zwei eigenständigen Objekten entstand. Die größte Länge von Ultima Thule beträgt 35, die Dicke etwa 15 Kilometer. Aus dieser ungewöhnlichen Form ergibt sich auch die prägnante Lichtkurve von Ultima Thule, die sehr stark schwankt.
Fotos in höherer Auflösung verarbeitet die Sonde noch an Bord und wird sie im Februar 2019 zur Erde senden. Die Verzögerung ergibt sich daraus, dass New Horizons für einige Zeit hinter der Sonne verschwindet und so keine Funkverbindung zur Erde hat. Die Objekte im Kuiper-Gürtel sind vermutlich Überreste der ursprünglichen Materie, aus denen sich vor 4,6 Milliarden Jahren das Sonnensystem mit den Planeten formte.

Abbildung: NASA/James T. Keane