Steine vom Mars noch vor 2030 auf der Erde?

Eine "schlanke Architektur" nennt der NASA-Wissenschaftsmanager Thomas Zurbuchen den Aufbau einer Mars-Mission, mit der so schnell wie möglich Bodenproben  vom Roten Planeten zur Erde geholt werden könnten.
Im Jahr 2026 würde demnach ein Marslander starten, der einen Rover aussetzt, welcher sich auf der Oberfläche bewegt und Proben einsammelt. Die Zeit, die der Rover auf der Marsoberfläche umherfahren könne sei aber so kurz, dass es kaum möglich sein werde, mit ihm noch wissenschaftliche Experimente durchzuführen, so Zurbuchen. Zum Lander zurückgekehrt, werden die Proben in eine  Aufstiegsrakete umgeladen, die dann in einen Marsorbit aufsteigt (Grafik).
Dort ist inzwischen das Rückkehrmodul eingetroffen, übernimmt die Fracht aus der Rakete und macht sich auf den Heimflug zur Erde. Drei Jahre nach dem Start des Landers könnten die Marsproben dann in irdischen Labors untersucht werden.
Die schnelle Durchführung dieses Unternehmens hätte den Vorteil, dass heute den Mars umkreisende Satelliten zur Kommunikation mit Lander und Rückkehreinheit genutzt werden könnten.

Grafik: NASA / JPL-Caltech