Teile für Raketentriebwerk aus dem 3D-Drucker

Die winzigen Einspritzdüsen eines Raketenmotors bestimmen die Leistung, die das Triebwerk abgibt. Sie erfordern bei der Konstruktion und Herstellung höchste Präzision und sind deswegen entsprechend teuer. Für eines der zuverlässigsten Raketentriebwerke der Welt, dem russischen RD-180, wurden jetzt diese Einspritzdüsen versuchsweise im 3D-Druck hergestellt.
Die Brenntests erfolgten jedoch vorerst nicht mit dem originalen Triebwerk sondern mit einer kleineren Versuchsanordnung. Das RD-180 brachte den sowjetischen Raumtransporter Buran in den Orbit und wird heute noch in den Zenit-Raketen Russlands und der Ukraine sowie in der amerikanischen Atlas-Rakete eingesetzt. Das Triebwerk RD-180 verbrennt Kerosin und Flüssigsauerstoff.
Die von der US-Firma ASRC gedruckten Triebwerksteile, zu denen auch die Einspritzdüsen für eine neue Turbopumpe gehören, sollen letztlich in ein Nachfolgemodell des RD-180 eingebaut werden. Es ist noch nicht entschieden, ob es sich dabei um eine Modifikation des RD-180 oder um eine völlige Neuentwicklung handeln wird. Anstelle der bisherigen Produktion dieser Düsen, die mehrere Monate dauert, werden gedruckte Düsen in wenigen Tagen hergestellt.

Foto: Nasa