Was kommt nach der ISS?

Im Dezember wurde dem amerikanischen Kongress ein Bericht vorgelegt, welcher der NASA dringend nahelegt, eine Strategie für die Zeit nach der Raumstation ISS zu entwickeln. Auszüge des Berichtes kamen jetzt an die Öffentlichkeit. Gegenwärtig scheint es beschlossene Sache zu sein, dass mit dem Jahr 2024 auch die Finanzierung der Partnernationen für die Raumstation endet.
Um die amerikanische Forschung im Weltraum weiter betreiben zu können, müsse die NASA jetzt die Weichen stellen. Eine neue Infrastruktur mit Trägerraketen, Raumkapseln und unbemannten Plattformen muss bis 2024 geschaffen werden. Die Kapazitäten der ISS (Foto) seien jetzt schon ausgeschöpft, stellt der Bericht fest. Es sei nicht sinnvoll weitere Investitionen in neue Module für eine Station zu stecken, die bald nicht mehr im Betrieb sein wird. Durch eine enge Kooperation mit privaten Weltraumfirmen können Forschungsprojekte je nach Bedarf mit ballistischen Flügen, unbemannten Plattformen in niedrigen Orbits oder bemannten Plattformen in Höheren Umlaufbahnen geflogen werden. Die Verteilung der Forschungen auf viele Betreiber vermeide die Konzentration und damit die Engpässe, die jetzt auf der ISS herrschen.

Foto: NASA