Wieder einmal: USA wollen zurück zum Mond

Seit Präsident Ronald Reagans Rede von 1980 ist es eine Tradition, dass neue amerikanische Regierungen die feste Absicht bekunden, die Mittel bereit zustellen, um wieder zum Mond zu fliegen. Mit der regelmäßigen Folge, dass der NASA die Gelder gekürzt werden und Nichts zur Umsetzung dieser Luftschlösser getan wird.
Vor der imposanten Kulisse des Space Shuttles im Washingtoner Luft- und Raumfahrtmuseum hat dies der leitende NASA Administrator Robert Lightfoot bei der Verkündigung der Beschlüsse des Raumfahrtausschusses der neuen Regierung wieder getan. Am 5. Oktober 2017 gab er die Direktive bekannt: „Besonders sei die NASA angewiesen worden, einen Plan für ein innovatives und tragfähiges Programm zur Erforschung des Weltraums aufzustellen. Mit kommerziellen und internationalen Partnern soll die menschliche Ausdehnung im Sonnensystem sowie die Rückkehr zum Mond zur langfristigen Erkundung und Nutzung ermöglicht werden. Folgen sollen Missionen zum Mars und zu anderen Zielen.“
Nun stehen die Chancen für solche Flüge so günstig wie nie, nachdem sich die NASA vom extrem teuren Space Shuttle hat verabschieden müssen. Die neue Raumkapsel Orion bietet eine tragfähige Basis für solche Pläne, wenn die amerikanische Regierung und mögliche Partner wirklich bereit wären, dafür die Finanzmittel bereit zu stellen. Einen ungefähren Zeitplan, wann etwa ein Raumschiff wie das Projekt Altair (Grafik) auf dem Mond landen könnte, gibt es bisher noch nicht.

Grafik: NASA