XCOR ist bankrott

Weltraumtourismus bringt offenbar kein Glück. Seit etwa 15 Jahren bastelte die Firma XCOR in den USA an einem Programm für Passagierflüge an die Grenze des Weltraums. Das kleine Raketenflugzeug Lynx sollte einen Piloten und einen Fluggast in einer Parabelbahn auf 100 km Höhe bringen. Vier Raketentriebwerke sollten den Lynx antreiben. Angekündigt wurde die Aufnahme der Passagierflüge für ursprünglich 95 000 Dollar pro Ticket ab 2010. Doch die Entwicklung verzögerte sich immer mehr.
Auch die Auslegung mit nur einem zahlenden Passagier pro Flug ließ die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens fragwürdig erscheinen. 2016 wurde das Projekt Lynx auf Eis gelegt und der Bau einer kleinen unbemannten Rakete begonnen. Nachdem jetzt alle Versuche gescheitert waren, einen Finanzier zu gewinnen, musste die Firma aufgeben.

Grafik: XCOR