Flugabbruch der Electron-Rakete durch Datenfehler

Der erste Flug der neuseeländischen Satellitenrakete Electron am 25. Mai 2017 sollte das Geschäft mit  Mini-Trägerraketen eröffnen. Doch die Electron musste vier Minuten nach dem Abheben  von der Halbinsel Mahia in 225 Kilometer Höhe gesprengt werden. Am 6. August 2017 wurde die Ursache für diesen Fehlstart bekanntgegeben. Die Positionsangaben der Rakete konnten aufgrund eines Systemfehlers in den Bodengeräten von den für die Flugsicherheit zuständigen Beauftragten nicht mehr interpretiert werden. Der Verlust der genauen Positionsangaben führte dann zwangsweise zum Senden des Zerstörungsbefehls. Ein ärgerlicher Softwarefehler mit schwerwiegenden Konsequenzen. Diese Fehlfunktion sei aber leicht zu korrigieren, so ein Offizieller Vertreter der Firma Rocket Lab.
Die Electron ist zweistufig und wird mit Kerosin und Flüssigsauerstoff angetrieben. Die Nutzlast beträgt zwischen 150 und 220 kg. Besonderheiten der Konstruktion sind die Triebwerke, die im 3D-Druck produziert werden und die Turbopumpen, die durch Elektromotore angetrieben werden. Im Oktober soll der nächste Flug stattfinden, auch wie der erste Versuch ohne eine bezahlte Nutzlast, nur mit Testausrüstung an Bord.

Foto: Rocket Lab