Flugstreichungen bei Ryanair wegen Fehlplanung?

Am 14. September 2017 war die Ryanair-Welt noch in Ordnung. Der Chef Michael O’Leary kündigte für 2018 drei neue Destinationen von Berlin-Schönefeld aus an und warb gleichzeitig für den Erhalt des Flughafens Berlin-Tegel (Foto). Weniger begeistert waren die Kunden des Billigfliegers als sie von der Streichung von insgesamt 2100 Flügen in den nächsten Wochen erfuhren. Ryanair wolle damit die Pünktlichkeit der stattfindenden Flüge garantieren, hieß es.
Die Standzeiten der Maschinen auf Flughäfen sind offenbar so knapp kalkuliert, dass sie zum Ein- und Ausstieg der Passagiere und zur Reinigung der Kabine kaum ausreichen. Ein weiteres Zeichen, dass das bisherige Boarding-Konzept Schwierigkeiten macht, war die Änderung der Regel „zwei Kabinengepäckstücke pro Fluggast sind frei“ auf ein einziges Gepäckstück. Der Kampf der Passagiere um den knappen Platz in den Ablagefächern dauerte wohl doch länger als geplant.
Jetzt gab die Fluglinie als Grund für die Streichungen von 82 Flügen am Sonntag, dem 17. September 2017, an, die Organisation der freien Tage der Piloten sei durcheinander geraten und man werde wohl 40 bis 50 Flüge täglich ausfallen lassen, bis dies wieder in Ordnung gebracht ist.
Für Fluggäste hat Ryanair eine eigene Internetseite zum Stichwort „Flugannulierungen“ eingerichtet, auf der Informationen zu den Streichungen zu finden sind und auch gleich die Rückerstattung des Flugpreises beantragt werden kann.

Foto: Ryanair