Leck in der ISS von Menschen gebohrt

Ein Leck im Raumschiff ist der Albtraum aller Astronauten. An Bord der Internationalen Raumstation ISS gab es am 29. August 2018 einen Druckabfall. Bei der Suche nach der Ursache entdeckte die Besatzung ein Loch in der Sojus-Raumkapsel (Foto). Mit etwas Epoxydharz aus dem Notfallset konnte das Loch abgedichtet werden. Erste Vermutungen ließen den Einschlag eines winzigen Steins  ursächlich erscheinen. 
Am 4. September 2018 gab jetzt die NASA bekannt, dass ein Mikrometeorit als Verursacher des Lecks ausgeschlossen werden könne. Das Loch sei eindeutig von innen erzeugt worden, die Ränder zeigen Kratzer und Spuren eines Bohrvorganges. Die russische Raumfahrtagentur Roskosmos hat die Ermittlungen übernommen. Da es wärend der Annäherung der Sojus an die ISS keinen Druckabfall gegeben habe, sei das Loch vermutlich zu dieser Zeit verschlossen gewesen, dieser Verschluss habe sich dann offenbar gelöst.
Der Leiter von Roskosmos, Dimitri Rogozin: „Wir untersuchen alle Theorien. ... Es wurde durch eine menschliche Hand gemacht. Das Problem könne irrtümlich oder geplant geschaffen worden sein.“ Zur Zeit befindet sich der deutsche Astronaut Alexander Gerst auf der ISS.  Er hatte mit der beschädigten Kapsel am 8. Juni 2018 an der Raumstation angedockt.

Foto: NASA