Air Baltic in schweren Turbulenzen

Die lettische Fluggesellschaft beantragte bereits gestern Gläubigerschutz, meldet das Handelsblatt. Der Schritt sei notwendig geworden, nachdem sich der lettische Staat, der 52,6 Prozent der Air Baltic-Aktien hält, und die private Investmentfirma BAS nicht über eine notwendige Kapitalaufstockung von rund 90 Millionen Euro einigen konnten. Der Flugbetrieb werde bis auf Weiteres aufrechterhalten, teilte Air Baltic-Chef Bertold Flick mit. Die Fluggesellschaft war im vorigen Jahr in Turbulenzen geraten und schrieb einen Verlust von rund 50 Millionen Euro. Air Baltic wurde 1995 gegründet und fliegt mit 36 Maschinen von Riga aus in Länder der ehemaligen Sowjetunion sowie nach Nord-, Mittel- und Südeuropa.