Alitalia vor der Insolvenz

Die Meldung kam nicht überraschend: Am 2. Mai 2017 wurde die italienische Fluggesellschaft Alitalia unter die Aufsicht dreier externen Verwalter gestellt. Diese wurden von der Regierung bestimmt. Der Betrieb der Airline werde aber wie bisher weitergeführt, heißt es. Nun werde die Lage der Firma geprüft und nach Lösungen gesucht.
Vor wenigen Wochen hatten die immerhin 12 000 Angestellten der Alitalia ein Sanierungskonzept abgelehnt, welches umfassende Sparmaßnahmen vorsah. Wie anderen Fluggesellschaften auch, machen die Billig-Airlines so starke Konkurrenz, dass ein wirtschaftlicher Betrieb nicht mehr möglich war. Im Jahr 2015 beliefen sich die Verluste auf fast 200 Millionen Euro. Etihad, mit 49 Prozent Anteil größter Aktionär der Alitalia, ist nicht mehr bereit, noch mehr Geld in die defizitäre Linie zu stecken.
Vor einigen Tagen hatte der Vatikan, diese Krise wohl vorhersehend, angekündigt, sich eine neue Stamm-Fluglinie zu suchen – kein gutes Vorzeichen, welches sich jetzt als richtiger Schritt erwiesen hat.
Alitalia war 2008 schon einmal Konkurs gegangen - damit ist heute das damalige Rettungskonzept gescheitert. Somit sieht die Zukunft wohl wenig rosig aus, wenn nicht noch wie von Zauberhand eine neuartige Lösung auf den Tisch kommt.

Foto: Alitalia