Deutschlands Rolle bei der ESA gestärkt

Am 16. und 17. März tagte in Paris der ESA Rat. Wichtigste Themen der Zusammenkunft waren die Internationale Raumstation ISS, Europas Zugang zum Weltraum sowie die Besetzung von Direktorenstellen. Hinsichtlich der ISS einigten sich die Vertreter der 19 Mitgliedsstaaten relativ schnell auf eine Fortsetzung ihrer Nutzung bis zum Jahr 2020. Schwieriger war die Diskussion zum eigenständigen europäischen Weltraumzugang. Den soll nun vorerst weiterhin die Ariane 5 gewährleisten. Über deren Zukunft wurden allerdings ebenso wenig Aussagen getroffen wie zur Weiterentwicklung des ATV-Frachters zu einem wieder verwendbaren oder gar bemannten Raumfahrzeug. Die Lösung dieser dringenden Fragen liegt somit bis zur nächsten Ratstagung im kommenden Jahr erneut auf Eis. Dafür wurde die Rolle Deutschlands in der ESA gestärkt. Gleich drei der für vier Jahre gewählten zehn Direktoren sind Deutsche. Einer von ihnen ist der ehemalige Astronaut Thomas Reiter.