Euro-Hawk ohne Starterlaubnis

Der Euro-Hawk konnte nicht wie geplant am 19. Juli nach Deutschland. kommen Die Drohne sollte am Flughafen Manching bei Ingolstadt nach einem Direktflug aus Kalifornien landen. Aber die Drohne flog gar nicht erst los.
Zur Begründung verweist die Rüstungssparte Cassidian des EADS-Konzerns auf die "noch laufenden Klärungen mit der FAA hinsichtlich der Routenführung in den USA". Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA hat für die Flugroute noch kein grünes Licht gegeben. Außerdem bremsten Wetterbedingungen den Abflug, heißt es.
Der Euro-Hawk ist eines der wenigen transatlantischen Rüstungsprojekte.

Dabei wird die Zulassung von Euro-Hawk im Luftraum sowie die Überflugrechte über fremdes Territorium schon seit langem heftig diskutiert, geht aus Unterlagen des Bundesverteidigungsministeriums hervor. Vor diesem Hintergrund ist es überraschend, dass unmittelbar zum Abflug des Euro-Hawk nach Deutschland noch keine Freigabe der FAA für die Flugstrecke vorliegt. Die Maschine mit der Spannweite einer Boeing 737 soll von in Kalifornien sitzenden Piloten am Computer bis nach Bayern gesteuert werden.

Um die deutschen Militärs von der Technik zu begeistern, hatte der Luftfahrtkonzern EADS gemeinsam mit Northrop Grumman die US-Drohne bereits im Oktober 2003 auf dem Marine-Fliegerhorst Nordholz an der Nordsee getestet. Vor gut sieben Jahren gab es einen reibungslosen Überflug aus den USA und zurück nach Kalifornien.