Regierungs-Bericht über verschwundene MH370

Am 30 Juli 2018 hat die Regierung Malaysias einen 495-seitigen Bericht über die bisherigen Erkenntnisse zur verschwundenen Boeing 777 (Foto) des Fluges MH 370 veröffentlicht. Am 8. März 2014 war die Maschine in Kuala Lumpur nach Peking gestartet, doch der Flug mit 239 Menschen an Bord kam dort nie an.
Es wurden einige Wrackteile angeschwemmt, die MH370 sicher zugeordnet werden konnten und andere Teile, die vermutlich zur Maschine gehörten. Diese teile geben keinen Hinweis auf einen Schaden am Flugzeug. Beim Start war die Boeing völlig in Ordnung und alle Gewichts- und Schwerpunktangaben im vorgesehenen Rahmen. Die Kursänderung, welche die Maschine vom vorgesehen Flugpfad abbrachte muss manuell vorgenommen worden sein. Gleichzeitig wurde der Transponder ausgeschaltet. Die deute auf ein unrechtmäßiges Eingreifen (unlawful interference) hin. Anzeichen, ob dies durch ein Besatzungsmitglied oder durch andere Personen an Bord geschehen sei, gibt es nicht.
Die Lebensumstände von Pilot und Copilot sind genau durchleuchtet worden. Ihr Verhalten vor dem Flug oder die Analyse der Stimmaufzeichnungen lassen nichts Ungewöhnliches erkennen. Kritisiert wird im Bericht die Handlung der Fluglotsen, welche sich nicht an die vorgeschriebenen Prozeduren gehalten hätten, als die Kommunikation mit dem Flugzeug abgebrochen war. Der Bericht kann kein konkretes Ergebnis vorweisen, die Untersuchungskommission sei „nicht in der Lage, den Grund für das Verschwinden von MH370 festzustellen“.

Foto: Malaysia Airlines