Mini-Shuttle X-37B nach fast zwei Jahren gelandet

Experten hatten es erwartet, die Mission OTV-4 des unbemannten amerikanischen Mini-Space-Shuttles Boeing X-37B dauerte ungefähr zwei Jahre. Am 20. Mai 2015 hatte eine Atlas-Trägerrakete das Raumfahrzeug der U.S. Air Force in den Orbit getragen. Seitdem hat die X-37B mehrere Bahnmanöver durchgeführt. Wie bei den anderen drei vorangegangenen Flügen auch, hüllte sich die amerikanische Luftwaffe in Schweigen, was den Zweck der Mission und die Nutzlast angeht. Einzig der Test eines elektrisch betriebenen Lagekontrolltriebwerks während des Fluges wurde bekanntgegeben.
Die Landung erfolgte am 7. Mai 2017 nach 718 Tagen im Weltraum auf der Shuttle-Landepiste von Cape Canaveral und die X-37B kam in Sichtweite des riesigen Montagegebäudes VAB zum Stehen (Foto). Die drei vorhergehenden Flüge endeten dagegen auf dem Luftwaffenstützpunkt Vandenberg. Die Landung wurde von der X-37B autonom durchgeführt, über GPS manövrierte sich des Raumschiff durch eine Reihe von Kurven, welche dazu dienten, die kinetische Energie des Raumschiffs abzubauen und gezielt die Landepiste anzusteuern. Für diese Maschine war es der zweite Einsatz. Ein Sprecher der amerikanischen Luftwaffe kündigte den nächsten Start der X-37B noch für das Jahr 2017 an.

Foto: U.S. Air Force