USA besorgt über chinesische Bomberflotte

Im jährlichen Bericht des amerikanischen Verteidigungsministeriums zu militärischen Entwicklungen in China, wird die Zunahme von Langstrecken-Einsätzen von Bombern hervorgehoben. Im Laufe der letzen drei Jahre habe China seine Operationsgebiete über See erheblich ausgeweitet und damit Erfahrungen in kritischen Meereszonen erworben. Es sei auch wahrscheinlich, dass die Bomber Übungen zur Bekämpfung der amerikanischen Pazifikflotte unternommen hätten.
Besonders hervorgehoben wird der Bomber Xian H-6K (Foto), eine Modifikation der russischen Tupolew Tu-16. Mit einer gesteigerten Reichweite und sechs Marschflugkörpern an Bord, könne die Maschine offensiv etwa gegen den US-Stützpunkt auf Guam oder gegen Taiwan eingesetzt werden. Der Bericht zählt 22 Langstrecken-Patrouillen der H-6K in den letzten Jahren auf. Die Maschinen seien von Jägern und Frühwarnflugzeugen begleitet gewesen und häufig in der Luft aufgetankt worden.
Mit der H-20 steht in China wohl ein Norflügel-Stealth-Bomber ähnlich der amerikanischen Northrop-Grumman B-2 in der Entwicklung. Auch andere hochmoderne Flugzeuge werden derzeit in China entwickelt. Das chinesische Aufrüstungsprogramm werde nur durch die schwierige Situation bei Strahltriebwerken behindert.

Foto: Chinesisches Verteidigungsministerium