Virgin Orbit erhält US-Lizenz für Raketenstart von Boeing 747 aus

Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat dem Raumfahrtunternehmen Virgin Orbit die Betriebsgenehmigung für den ersten Start von ihrem fliegenden Startplatz LauncherOne erteilt. Die modifizierte Boeing 747 trägt dazu eine Rakete unter dem linken Flügel, die im Flug abgeworfen wird und dann nach kurzem Fall zündet. Das Trägerflugzeug wird dabei in Kalifornien starten. Als einzige Angaben zur Nutzlast gibt Virgin Orbit an, es handele sich um eine Masse-Simulation für CubeSat. Die Mini-Satelliten gelten als wichtigste Fracht für kleine Trägerraketen, an denen überall auf der Welt gearbeitet wird.
Die Lizensierung gilt für ein wiederverwendbares Raumfahrzeug (RLV), obwohl nur das Trägerflugzeug zurückkehrt, die eigentliche Rakete geht beim Flug verloren. Beobachter werten diese Eingruppierung als Auswirkung der Raumfahrtpolitik von Präsident Donald Trump, der die private Raumfahrt fördern möchte. Unter den Bedingungen als RLV können auch kleinere Firmen leichter eine Startgenehmigung erhalten.
Virgin Orbit beginnt demnächst mit Versuchsflügen, bei denen die Rakete fest mit dem Trägerflugzeug verbunden bleibt, um die Stabilität unter Flugbedingungen zu testen.

Grafik: Virgin Orbit