Evakuierungsflüge der Bundeswehr nach Afghanistan

a400m kabul 0Foto: Bundeswehr

Die Lage in Afghanistan hat sich am Montag, dem 16. August 2021, dramatisch verschärft. Noch am Sonntag hatten die vorrückenden Taliban erklärt, ihre Truppen werden an den Grenzen Kabuls anhalten und eine gesicherte Ausreise aller Menschen, die das Land verlassen möchten, garantieren. Schon wenig später wurden aber Bilder aus dem Präsidentenpalst mitten in Kabul gesendet, der offensichtlich von den Taliban erobert wurde. Die USA hatten Soldaten entsandt, welche die Rettung des amerikanischen Botschaftspersonals sicher sollen. Deutschland hat nach wochenlangen Diskussionen, die Evakuierung der verbliebenen Deutschen aus Kabul durch die Bundeswehr eingeleitet. Die Sprache ist von 57 Angehörigen der deutschen Botschaft und weitere 88 in Kabul befindlichen Deutschen. Vertreter deutscher Medien sollen sich ebenfalls noch in Kabul befinden. Ungewiss ist das Schicksal der einheimischen Mitarbeiter und Helfer, deren Zahl mit etwa 1000 angegeben wird. Diese sind hoch gefährdet und sollen ebenfalls nach Deutschland geholt werden.

a400m kabulFoto: Bundeswehr

Die Lage ist jedoch schwierig, da diese Mitarbeiter überall im Land verstreut bei deutschen Projekten, zum Beispiel des Entwicklungsministeriums gearbeitet haben. Der Weg zum Flughafen nach Kabul ist für diese Menschen versperrt. Am Flughafen sollen sich laut Medienberichten chaotische Szenen abspielen, wenn Menschen versuchen, in eine der wenigen abfliegenden Maschinen zu gelangen. Die ersten 40 Deutschen wurden am Montag-Morgen mit einem amerikanischen Flugzeug ausgeflogen. Am 16. August 2021 sollen sich auch Transporter Airbus A400M der Bundeswehr mit Fallschirmjägern zum Schutz der Operation nach Afghanistan aufmachen.

 

Tags: Airbus, a400m

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