China will Steine vom Mond holen

Am 23. November 2020 startete vom chinesischen Raumfahrtbahnhof Wenchang eine Rakete vom Typ langer Marsch 5. Sie bringt eine Mondsonde auf den Weg. Die Chang’e 5 soll auf der vulkanischen Hochebene Oceanus Procellarum weich landen. Dort wird sie Materialproben einsammeln und zur Erde bringen. Im Oceanus Procellarum war 1967 die amerikanische Sonde Surveyor 3 weich gelandet und 1969 von der Mission Apollo 12 besucht worden. Diese dunkle Mondformation ist mit einem Durchmesser von etwa 2000 km die größte Mondregion und vermutlich durch den Einschlag eines großen Körpers entstanden.
Chang’e 5 soll nahe des Mondberges Mons Rümker aufsetzen. Chang’e 5 wiegt beim Start etwa 8200 kg und besteht aus vier Modulen. Ein Orbiter wird ab dem 28. November den Mond für längere Zeit umkreisen. Der Lander (Grafik) wird kurz darauf, die Sonne ist kurz zuvor im Landegebiet  aufgegangen, abkoppeln und weich aufsetzen. Ein Bohrer und ein Arm mit Schaufel werden Material einsammeln. Etwa zehn Tage später, vor Ende des Mondtages wird eine Aufstiegsstufe das Material von etwa zwei Kilogramm zum Orbiter transportieren, an diesen ankoppeln und die Mondproben in eine Landekapsel transferieren. Diese wird den Rückflug zur Erde antreten und etwa am 15. Dezember in China landen.
Diese Mission ist technisch hochkomplex, vor allem das automatische Rendezvous im Mondorbit erfordert höchste Präzision.  Die letzte Mondprobe brachte die sowjetische Sonde Luna 24 im Jahr 1976 zur Erde.

China will Steine vom Mond holen
Grafik: Chinesische Nationale Raumfahrtbehörde CNSA

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