US-Mondlander liegt auf der Seite

intuitive machines lander

Der erste Jubel kam etwas verfrüht. Am 22. Februar 2024 setzte die erste von einer Privatfirma entwickelte Sonde weich auf dem Mond auf. Der Lander Odysseus hat etwa die Größe einer Telefonzelle und sechs Landebeine (oben vor dem Start). Entwickelt hat ihn die Firma Intuitive Machines, die damit ihre Beteiligung am amerikanischen Mondforschungsprogramm eröffnen will.
Nicht nur die aufrechte Form des Landers ist ungewöhnlich, er wird auch mit den hochkalten Treibstoffen Methan und Flüssigsauerstoff angetrieben. Diese verdunsten sehr schnell und erfordern eine kurze Anflugzeit zum Mond. Auf dem Weg zum Mond versagte der Laser, der die Daten für den Landeanflug liefern sollte. Schnell musste ein NASA-Messgerät umprogrammiert werden, um Anflugdaten zu liefern.
Als Landeplatz wurde eine Fläche nahe dem Krater Malapert A am Südpol gewählt. Zuerst schien die Landung geglückt, wenn auch etliche Kilometer entfernt vom geplanten Aufsetzpunkt. Wie sich dann herausstellte, sank Odysseus nicht wie geplant mit einem Meter pro Sekunde, sondern mit drei Metern und flog auch nicht senkrecht, sondern hatte beim Aufsetzen noch eine Seitengeschwindigkeit von einem Meter pro Sekunde. Auf einer Pressekonferenz am 23. Februar erklärte der CEO der Firma Intuitive Machines, Steve Altemus, vermutlich sein ein Landebein im Boden hängengeblieben und deswegen sei Odysseus umgeschlagen. Die Sonde liege jetzt etwas schräg auf dem Mond, vermutlich mit dem Oberteil auf einem Stein. Altemus demonstrierte die Lage an einem Modell (unten). Die Geräte an Bord funktionieren und die Sonde erhalte etwas Strom von den Solarzellen. Damit könne ein großer Teil der Forschungsaufgaben durchgeführt werden.

intuitive machines im 1 update2 Fotos: NASA

 

Tags: mondlandung

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